12 Aktivitäten für die Zeit im Lockdown



Lockdown – dieses Wort hat sich im letzten Jahr definitiv für den ein oder anderen von uns zum Unwort entwickelt. Ich denke ich spreche für alle, wenn ich sage. Langsam wird’s zäh! Egal wie wohlgesonnen man den ganzen Maßnahmen des letzten Jahres ist, jeder von uns hat glaube ich den Funken der Verzweiflung, Hilflosigkeit oder Müdigkeit in sich, der sagt: „Ich möchte einfach wieder die gewohnte Unbeschwertheit und Freiheit zurück“.


Das neue Normal

Gemeinsam durchhalten und positiv bleiben ist angesagt und das geht, indem man sich so gut es geht auf die Schönen dinge fokussiert, sich immer wieder vor Augen führt, was trotz aller äußeren Umstände, gut läuft und eine neue Form des „Normal“ schafft. Wir dürfen die Fülle und die Abwechslung neu entdecken, wir dürfen wachsam und bewusst mit den kleinen Dingen um uns herum werden, wir dürfen wie kleine Kinder wieder auf Entdeckungsreise gehen und uns von Neuem, Einfachem begeistern lassen. Es ist vielleicht etwas ungewohnt und bedarf ein Umgewöhnen, aber es kann uns die Fülle im Herzen zurückgeben und uns tragen, bis die Pandemie überstanden ist.


Vielleicht inspiriert dich der ein oder andere Tipp dieser Liste, der dir helfen kann den Fokus auf das Positive zu richten und dich weiterhin erfüllt zu fühlen. Ich habe sie fast alle getestet und kann sagen: für mich funktionieren sie. 😊 Es geht natürlich nicht darum, jeden einzelnen Punkt davon zu integrieren, aber vielleicht hilft dir die ein oder andere Sache in deinem Alltag. Ich bin sicher es gibt darüber hinaus noch unzählige weitere tolle Ideen, um sich die Zeit zu Hause schön zu gestalten.


15 Aktivitäten für dich

1. Dankbarkeitstagebuch: Ich führe seit einigen Jahren Dankbarkeitstagebuch. Jeden Tag schließe ich so mit den Gedanken daran ab, wofür ich dankbar bin, was heute positiv und ein Zeichen der Fülle war. Ich verbinde mich dabei ganz bewusst mit dem Gefühl der Dankbarkeit in mir. Probiere es doch einfach mal aus. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man nach nur wenigen Tagen das eigene Leben als deutlich erfüllter wahrnimmt und es schafft mehr und mehr den Fokus auf das Gute zu richten, anstatt auf all das was fehlt, nervt oder nicht gut läuft.

2. Decluttering: Jetzt wo wir uns viel zu Hause aufhalten, kann es sich unglaublich befreiend anfühlen, einfach mal auszumisten. Über die Jahre sammelt sich immer so viel an, dass man manchmal gar nicht mehr weiss, was mein eigentlich alles besitzt. Die Zeit einmal den Haushalt auf links zu drehen, auszusortieren und neu zu strukturieren, haben wir im normalen schnelllebigen Alltag kaum. Jetzt ist daher doch eine geeignete Zeit. Du kannst das Decluttering zu einem echten Achtsamkeitsprozess machen. Tauche in Erinnerungen ein, zu Einzelstücken, die dir in die Hand fallen, verabschiede dich dankbar und bewusst von Dingen, die du nicht länger brauchst. Du kannst sie beispielsweise an ein Kreislaufkaufhaus oder eine Tafel spenden. Gut erhaltene Sachen kannst du weiterverkaufen und sie in ein neues Zuhause senden. Ich persönlich verbinde mit ausmisten immer ein Gefühl von Befreiung. Es fühlt sich einfach gut an, nicht zu viel Krempel zu haben und eine klare Übersicht über den eigenen Besitz zu bekommen. Bei Netflix gibt es zu diesem Thema sogar inspirierende Serien & Dokus, wie „Tidying up with Marie Kondo“ oder „The Minimalists: Less is more“.


3. Happy Playlist: Musik kann so viel Auswirkung auf unsere Gefühlswelt haben. Nutzen wir sie, um uns zu unterstützen fröhlich und optimistisch zu bleiben. Erstelle dir, beispielsweise auf Spotify, eine Happiness-Playlist, eine Stimmungsbooster-Playlist oder eine Guten Morgen-Playlist. Dort speicherst du dir deine Lieblingssongs, bei denen du einfach immer gute Laune und Lust aufs Tanzen bekommst. Starte mit dieser Playlist in den Tag und nutze sie, wenn dich gerade mal die schlechte Laune überkommt. Du wirst sehen, dass bereits nur ein, zwei Songs wahre Wunder bewirken können. Im Übrigen kannst du sie dir auch aufs Ohr hauen, bevor du in wichtige Meetings gehst, um dich nochmal so richtig aufzuwecken und mit guter Laune in deine Mitte zu kommen. Falls du nicht im Home-Office bist, nimm dir einfach 5 Minuten mit Kopfhörern im Bad und gehe eine Runde zu deinem Lieblingssong so richtig aus dir heraus.

Digital Detox: Noch mehr abschotten als eh schon? Ganz genau! Einfach mal 1-2 Tage das Smartphone in die Sendepause zu schicken, wirkt wahre Wunder. Denn je mehr du die Verbindung zur Außenwelt und insbesondere der Sozialen Medien unterbrichst, desto größer wird die Verbindung zu dir selbst, zu deiner Kreativität und zum Gefühl der inneren Ausgeglichenheit und Fülle. Ich persönlich habe in dieser Zeit immer die meisten kreativen Ideen, arbeite sehr produktiv und fühle mich gleichzeitig ungemein entspannt und präsent im Hier und Jetzt. Dieses Gefühl von „Es ist alles gut. Es gibt kein Grund zur Sorge.“ Ist für mich unglaublich wertvoll und erfüllend. Falls du aus bestimmten Gründen erreichbar sein musst, kannst du auch einfach nur die mobilen Daten ausschalten oder die Social Media Apps für kurze Zeit löschen. Das allein macht bereits einen riesigen Unterschied.



Outdoor Sport: Wie wäre es denn mit einer neuen Sportart? Wandern, Inline Skaten, Radfahren oder Boarden. Raus aus der Komfortzone und ab ins Feld oder in den Wald. Diese Aktivitäten können wir schnell und insbesondere ohne auf große Hilfe von außen angewiesen zu sein erlernen und schenkt dir ein unbeschreibliches Gefühl von Freiheit. Wenn Abenteuerreisen gerade nicht drin sind, dann suchen wir das Abenteuer doch einfach direkt vor der eigenen Haustüre bzw. vor den Toren der Stadt, in der wir wohnen.


Spaziergang mit den Liebsten: Zugegeben, noch nie sind wir so viel am Spazieren gewesen, wie im Moment. Aber jetzt mal ganz ehrlich, es gibt doch wirklich schlimmeres, als Zeit mit der Freundin oder dem Kumpel an der frischen Luft, mit guten Gesprächen und einem leckeren Kaffee oder Tee zu verbringen, oder? 😉 Falls euch langsam die Gesprächsthemen ausgehen, schlage deiner Freundin oder deinem Kumpel doch einfach mal vor, beim nächsten Spaziergang ein ganz bestimmtes Thema zu beleuchten. So könnt ihr euch gegenseitig mit neuen Ansichten inspirieren, Gedankenexperimente durchführen und lernt vielleicht sogar etwas Neues dazu, wenn ihr euch gegenseitig etwas zu einem Thema erzählt, das dem anderen bisher noch eher unbekannt ist.


Kochkurse, Bakenight & Co: Alleine, mit der Freundin, dem Partner oder dem Kind – kochen und backen kann für eine entspannende und kurzweilige Abwechslung sorgen. So findest du vielleicht dein neues Lieblingsgericht, weil du ab sofort einmal die Woche ein neues Rezept ausprobierst oder du traust dich endlich mal ans Backen in geselliger Runder bei einem Online-Backkurs. Ich habe mich an beidem ausprobiert und großen Gefallen daran gefunden. Entertainment für die ganze Familie, Achtsamkeit und Meditation mal anders oder persönliches Wachstum durch das Verlassen der Komfortzone – all das kann diese Lockdown-Beschäftigung dir bieten.


Sport Challenges: 30 Tage Yoga, Training für einen Halbmarathon, HIIT Challenge. Der Sommer steht vor der Tür und somit ist es die perfekte Zeit, um in Sachen Sport mal wieder alles zu geben. Aber nicht nur für die Bikini-Figur tut sportliche Aktivität gut. Sport fördert nachweislich auch die Leistungsfähigkeit, die Gesundheit, die Ausgeglichenheit und das allgemeine Wohlbefinden. Mit einer für dich passenden Challenge, tust du also nicht nur deiner körperlichen, sondern auch deiner mentalen Fitness einiges gutes und obendrein bist du höchstwahrscheinlich am Ende auch äußerst zufrieden mit dir und stolz auf deine Ausdauer.


Waldbaden bzw. Naturbaden: Verbringe ein paar achtsame Stunden in der Natur. Deinem Lieblingswald, im Feld, den Weinbergen, wo auch immer du dich der Natur nahe fühlst und nimm sie achtsam wahr. Schon Einstein sagte: „Schau dir die Natur ganz genau an, dann wirst du alles besser verstehen.“ Wie oft nehmen wir uns die Zeit, wirklich bewusst wahrzunehmen was die Natur uns schenkt und sagen möchte? Uns mit ihr zu verbinden, den Vögel zuzuschauen, das Gras zu fühlen, den Geräuschen um uns herum zu lauschen. Dem Wasser, dem Summen der Bienen, dem Wind, dem Rascheln der Bäume. Es ist ungemein erholsam und beruhigend einfach mal all unsere Sinne der Natur zu widmen. Was sehen wir? Was hören wir? Was riechen wir? Den Duft der Blumen etwa? Die frische Luft? Wenn wir ganz aufmerksam sind, werden wir bereits nach kurzer Zeit feststellen: ungeachtet der weltlichen Geschehnisse, wir leben in einem Meer von Schönheit und Fülle. Eine Meditation oder Gehmeditation im Wald, Park oder im Naturschutzgebiet kann zusätzlich eine sehr erholsame Wirkung haben.

Tourist im eigenen Ort: Insbesondere in Städten bietet es sich hervorragend an, Tourist:in in der eignen Stadt zu sein und einfach mal ganz achtsam die Umgebung zu erkunden. Was verbirgt sich eigentlich zwei Straßen weiter? Wie ist das Flair im nächstgelegenen Stadtviertel? Wie sehen die Häuser aus? Welche Art von Menschen leben dort und welche Geschäfte warten dort, wieder öffnen zu dürfen? Vielleicht entdeckst du ja sogar dein künftiges Lieblingscafé oder einen neuen kleinen Park, in dem du ab jetzt öfter mal ein Buch lesen möchtest. Erkunde einfach mal ganz aufmerksam und bewusst, wie sich das Leben in deiner unmittelbaren Nähe abspielt. Wenn du auf dem Land wohnst, kannst du zum Beispiel in einen der umliegenden Orte fahren, die du noch nicht so gut kennst und dort einfach mal durch die Straßen laufen. Welche Energie liegt hier in der Luft? Was beobachtest du?



Upcycling & DIY: Vielleicht wartet, wie bei mir, schon seit Ewigkeiten die alte Kommode darauf in neuem Glanz erscheinen zu dürfen oder das Wohnzimmer auf seine langersehnte Umgestaltung. Im Garten oder auf dem Balkon wollen die Blumentöpfe neu und kreativ bepflanzt werden und eigentlich wolltest du auch schon lange mal wieder basteln? Dann nur los! Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt. 😊


Persönliche Weiterentwicklung: Nimm dir Zeit dich weiterzubilden. Du wirst nie wieder so viel Zeit zum Lesen haben oder für Seminare und Onlinekurse, wie jetzt. Nutze die Zeit und wachse! Jetzt ist die Zeit, für die Projekte, die schon ewig aufgeschoben wurden, für das Lernen einer neuen Fähigkeit, für das Auflösen alter Wunden, für das Kennenlernen neuer Themengebiete. Eigne dir neue Skills an, die dir künftig das Leben leichter machen, dir erlauben neue Wege zu gehen oder dir helfen Dinge zu erschaffen.


Stell dir einmal vor, du findest Glück, Fülle und Dankbarkeit in einer Zeit wie dieser. Stell dir vor all die oben aufgelisteten Dinge sind dir einfach „genug“. Wie erfüllt, dankbar und frei dürfen wir uns fühlen, wenn wir alles, was gerade nicht geht, wieder wie ein Buffet vor uns haben und von allem zehren können?


Lasst uns in Liebe bleiben füreinander und fürs Leben. Lassen wir die Liebe über all den Frust, die Wut und den Ärger siegen. Lasst uns versuchen demütig und dankbar zu bleiben und einfach das Beste aus der Situation zu machen. Vor allem aber lasst uns liebevoll und wertschätzend miteinander umgehen. Was sonst würde die Liebe tun?


Sei von Herzen umarmt.

Deine Lisa

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