Die 5 Sprachen der Liebe

Durch dieses Verhalten fühlst du dich geliebt.


Alles fängt mit einem Kribbeln an. Jedes Treffen, jeder Austausch, jedes gemeinsame Erlebnis ist besonders. Wir sind verliebt! Unmöglich, die Vorstellung, dass sich dieses Gefühl jemals ändern wird. Nicht bei dieser Person. Da ist es anders. Wir fühlen uns gehört, gesehen, begehrt.

Dieses Kribbeln wird immer stärker, wir genießen die gemeinsame Reise, die gemeinsamen Treffen. Wir wollen jede Minute mit dem jeweils anderen verbringen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir entscheiden zusammenzuziehen. Mit unserem Partner sind wir inzwischen so vertraut, dass aus der anfänglichen Verliebtheit längst wahre Liebe geworden ist.


Diese Liebe trägt unsere Beziehung, ist geprägt von Vertrauen und sich verlassen können und doch aber auch von Alltag. Und genau dieser Alltag fordert uns regelmäßig heraus den Fokus nicht nur auf den eignen Partner und die Liebe zueinander zu richten, sondern eben auch auf ganz viele andere Dinge. So kann es passieren, dass wir in der ganzen Schnelllebigkeit im Außen ungewollt auch mal unsere Beziehung vernachlässigen. Wir wissen zwar, dass wir einander lieben aber fühlen wir es auch? Manchmal sind wir so im Außen unterwegs, dass wir vergessen unserem Partner immer mal wieder bewusst zu zeigen „Hey, ich liebe dich und ich bin dankbar, dich an meiner Seite zu haben.“ Ebenso verpassen wir auch schnell mal bewusst wahrzunehmen, wenn genau dieses Zeichen von unserer besseren Hälfte an uns kommuniziert wurde.


Das passiert nicht unbedingt nur, weil wir abgelenkt sind, sondern kann auch daherkommen, dass wir den Liebesbeweis unseres Gegenübers gar nicht als solchen gedeutet haben. Jeder Mensch drückt seine Liebe nämlich auf unterschiedliche Weise aus und aus diesem Grund fühlen wir uns wiederum aufgrund unterschiedlicher Arten, wie mit uns umgegangen wird, geliebt oder eben nicht. Der Autor Gary Chapman redet dabei von den „5 Sprachen der Liebe“ (Buchtipp für Singles & Paare!). Diese besagen, dass jeder Mensch eine eigene Sprache der Liebe spricht und sich deshalb insbesondere dann vom eigenen Partner geliebt fühlt, wenn dieser genau dieselbe Sprache nutzt.


Nun ist das aber nicht immer gegeben. Viel wahrscheinlicher ist, dass der eigene Partner/ die eigene Partnerin eine andere Sprache spricht und deshalb ist es von zentraler Bedeutung für eine glückliche Partnerschaft, dass wir verstehen, auf welche Weise unser Partner seine/ihre Liebe zu uns ausdrückt und dies anerkennen. Wie eine Fremdsprache, können wir dann die Sprache des anderen verstehen und sprechen lernen, sodass das Feuer der Liebe in unseren Beziehungen niemals erlischt.


Frage dich, während du die nächsten Zeilen liest, doch einfach mal welche Sprache du selbst sprichst, welche Art die Liebe zum Ausdruck zu bringen dich am meisten berührt und wie es sich bei deinem Partner verhält.


Das sind die 5 Hauptsprachen der Liebe nach Gary Chapman


  1. Erste Sprache der Liebe: Lob und Anerkennung Bei dieser Sprache sind uns verbale Liebesbezeugungen sehr wichtig. Wir drücken alles über liebevolle Worte aus, machen Komplimente und fühlen uns im Umkehrschluss besonders geliebt, wenn unser Partner uns Worte der Ermutigung, des Lobes, freundliche und liebevolle Worte oder Worte der Dankbarkeit für uns findet.

  2. Zweite Sprache der Liebe: Geschenke Mit Geschenken können wir auf sichtbare Weise ausdrücken, dass wir an jemanden gedacht haben. Wenn das Geschenk von Herzen kommt, drückt es symbolisch aus „Du bist mir wichtig.“ Wenn diese Sprache unsere Hauptsprache ist, dann fühlen wir uns besonders geliebt, wenn unser Partner uns mit kleinen Aufmerksamkeiten überrascht.

  3. Dritte Sprache der Liebe: Hilfsbereitschaft „Ich liebe meinen Mann, denn er ist immer für mich da. Ich kann mit meinen Problemen immer zu ihm kommen.“ Eine Aussage wie diese kann ein Zeichen dafür sein, dass die Sprache der Hilfsbereitschaft, die deine bzw. die deines Partners ist. Indem wir anderen helfen und ihnen dienen drücken wir aus, dass diese Person uns wichtig ist und es uns am Herzen liegt, dass es dem Menschen gut geht. Umgekehrt fühlen wir uns auch selbst geliebt, wenn uns geholfen wird.

  4. Vierte Sprache der Liebe: Zeit zu zweit Der Job, der Haushalt, die Kinder…Wo bleibt da noch Zeit für Zweisamkeit? Naja, immerhin schläft man ja im selben Bett. Das reicht nicht für Menschen, deren Sprache der Liebe Zweisamkeit ist. Hier ist es wichtig die Zeit bewusst miteinander zu gestaltet, um der Liebe zueinander Raum zu geben. Sich aufmerksam zuhören, offen austauschen, einen Film schauen, einen Ausflug machen. Die „To Dos“ haben hier einfach mal Sendepause.

  5. Fünfte Sprache der Liebe: Zärtlichkeit Wenn Zärtlichkeit unsere Muttersprache ist, dann sagen uns liebevolle Berührungen weitaus mehr als die Worte „Ich liebe dich.“ Es ist uns wichtig, von unserem Partner in den Arm genommen, geküsst und gekuschelt zu werden. Wir selbst kommunizieren im Allgemeinen viel über die Körpersprache, indem wir Menschen generell gerne zur Begrüßung umarmen, sie in einem Gespräch liebevoll am Arm berühren oder freundschaftlich auf die Schulter klopfen.

So erkennst du welche Sprache die Deine ist


Vielleicht ist die ein oder andere Sprache mit dir in Resonanz gegangen. Es kann auch sein, dass es zwei Sprachen sind die du sprichst. Beispielsweise könnte es sein, dass du dich dann besonders geliebt fühlst, wenn dein Partner dir lob und Anerkennung gibt und verbalisiert, dass bzw. warum er dich oder eine Sache an dir liebt. Du fühlst dich aber gleichermaßen auch geliebt, wenn ihr Zärtlichkeiten austauscht.


Andererseits kann es sein, dass wenn dir dein Partner ständig Geschenke macht, dir aber nur selten sagt, dass er dich liebt oder dich nur selten in den Arm nimmt, dass du dich nicht sonderlich geliebt fühlst. Beispielsweise, weil dir Geschenke nicht wichtig sind, du diese als selbstverständlich siehst oder du selbst nie über Geschenke deine Liebe zum Ausdruck bringen würdest.


Stelle dir also folgende oder ähnliche Fragen, um herauszufinden welche Sprach du bzw. dein Partner sprechen:


  • Wann fühle ich mich besonders geliebt?

  • Wie zeige ich meine:m/r Partner:in, dass ich sie/ihn liebe?

  • Welche der oben beschriebenen Gesten und Verhaltensweisen kenne ich von meine:m/r Partner:in, die ich bisher jedoch nicht als einen Liebesbeweis interpretiert habe?

  • Welche Sprache der Liebe geht mit mir besonders in Resonanz?

  • Durch welche Verhaltensweisen fühlt sich mein:e Partner:in von mir geliebt?

  • Was kann ich tun, um die Hauptsprachen der Liebe meines Partners / meiner Partnerin besser zu sprechen, sodass auch er/sie sich noch mehr geliebt fühlt?

Na, was ist deine Sprache der Liebe? Wie lebst du sie bereits? Was ist die Sprache deines Partners/ deiner Partnerin?


So helft ihr euch eure Sprache der Liebe verstehen und sprechen zu lernen


Falls ihr beide unterschiedliche Sprachen sprecht, kann es hilfreich sein euch einfach gegenseitig ein bisschen unter die Arme zu greifen und ganz offen darüber zu sprechen, was der/ die andere tun kann, um seine Liebe "verständlicher" zum Ausdruck zu bringen. Du kannst auch ganz deutlich sagen "Hey mit diesem Geschenk/ mit dieser gemeinsamen Zeit möchte ich dir zeigen wie wichtig du mir bist und wie sehr du mir am Herzen liegst." Oder umgekehrt... "Danke, dass du mich gerade in den Arm genommen hast. Das tut mir ungemein gut und gibt mir das Gefühl geliebt zu sein."

Verbale Kommunikation ist einfach auch hier das A&O, gerade am Anfang!


Viel Freude beim Lieben!


Deine Lisa

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